Archiv für die Kategorie „Gelesen“

Basic: Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln

Freitag, 17. August 2007

Die Vorgänge in der Müllerstraße (siehe diesen Beitrag) haben jetzt Kripo und Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Wie die Süddeutsche Zeitung online berichtet, ermitteln die Untersuchungsbehörden wegen Baugefährdung. Hier der Artikel dazu: “Ärger ohne Ende
Außerdem gibt es auf der SZ-Seite auch ein sehr aufschlussreiches Interview mit dem Basic-Vorstand Johann Priemeier, der auch den Lidl-Deal eingefädelt hat: “Basic-Chef entschuldigt sich“.
Weiter Informationen zu Basic und Lidl gibt es auf der Attac-Seite München

Basic: Mitbegründer Müller steigt aus

Mittwoch, 15. August 2007

Der Mitbegründer der Bio-Supermarktkette Basic zieht die Konsequenzen aus dem Lidl-Einstieg - und steigt aus. Hier die Pressemitteilung:

Nach der Beteiligung der Lidl & Schwarzgruppe verlässt der Ökopionier und Gründer der Basic AG Richard Müller die Biosupermarktkette. Diese Entscheidung steht vor dem Hintergrund, dass der Begründer der Basic AG Sorge hat, dass diese Entwicklung ungünstige Auswirkungen auf Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden der Basic Bio-Supermärkte haben könnte.

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Lustige Firmennamen - Teil 2

Donnerstag, 12. April 2007

Noch ein schönes Beispiel für einen misslungenen Firmennamen:

Coma Services.

Auch schön: das Lizensierungsprogramm LOL von Tech Data. Da sag’ ich nur: LOL!!!!

Lustige Firmennamen

Donnerstag, 15. März 2007

Wer eine Firma gründet, denkt ja meist auch über einen passenden Namen für das Unternehmen nach. Nicht immer ist das Ergebnis dieser Denkarbeit sehr glücklich. Hier ein paar, wie ich finde, besonders misslungene Benamsungsversuche:

weitere Vorschläge werden gern entgegengenommen.

Ein Abmahnwunder

Sonntag, 4. März 2007

Man kann es kaum glauben, aber das Amtsgericht Hamburg hat die Klage von Sigmar Gabriel gegen den Betreiber von Mein Parteibuch abgewiesen. Herr Gabriel bleibt nicht nur auf den Abmahnkosten sitzen, sondern trägt auch die Kosten des Verfahrens. Hoffen wir mal, dass dieses Urteil Schule macht und der Abmahnwahnsinn eingedämmt wird.

Was dürfen Tierfotografen?

Montag, 29. Januar 2007

In der aktuellen NaturFoto (02/07) ist ein Artikel über Schleiereulenfotografie. Darin berichtet die Autorin Erika Heintges, wie der Fotograf, Helmut Heintges, zu seinen spektakulären Aufnahmen kommt - unter anderem, indem er lebende Mäuse als Köder verwendet. Meines Erachtens handelt es sich dabei um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Darin heißt es:

Es ist verboten (…) ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung erfordern. (§3, Absatz 8 )

Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. (§4)

Auch die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) bezieht in ihrer Satzung (§3, Absatz 2) eindeutig Stellung:

Für die Mitglieder der GDT hat die Achtung vor dem Leben bei der fotografischen Arbeit Vorrang.

Ungeachtet gesetzlicher Vorschriften halte ich die unkommentierte Veröffentlichung solcher Artikel für bedenklich, da damit Leser zur Nachahmung angeregt werden. Mein Erachtens ist es indiskutabel, den Tod eines Tieres - egal, ob Maus, Frosch oder Käfer - bewusst herbeizuführen, nur um ein spektakuläres Foto zu erhalten.

DuSieDuSieDu

Sonntag, 28. Januar 2007


In Schweden schätzt man das egalitäre “Du”, und weil Ikea aus Schweden kommt, duzt der Möbelkonzern auch seine deutschen Kunden. Am Online-Shop des Unternehmens scheinen allerdings ein paar Texter mitgearbeitet zu haben, denen das “Du” ein Gräuel war. Ach ja: mindestens eine Krankenschwester (”Wie gehts uns denn heute?”) war wohl auch beteiligt …

Werbung und Wirklichkeit

Sonntag, 21. Januar 2007

Erinnert sich noch jemand an die AOK-Werbung, in der ein beflissener Krankenkassenmitarbeiter der Bittstellerin - äh, Kundin - den Auslandskrankenschein an den Flughafen nachträgt? Was haben wir gelacht (mit Ausnahme der AOK-Versicherten, natürlich). Ebenso irreal ist auch der aktuelle Edeka-Werbespot: Ich finde, wir sollten alle in den nächsten Edeka-Laden gehen und 268 Gramm Aufschnitt verlangen - aufs Gramm genau, bitte. Der genervte Edeka-Verkäufer kann sich ja vertrauensvoll an die Agentur Grabarz und Partner wenden, die den Schwachsinn verbrochen hat.
Den Preis für den irrealsten Spot bekommt aber die Agentur Ogilvie & Mather für die “Beraterbank”-Werbung der Dresdner Bank. Wie gerade die Stiftung Warentest festgestellt hat, ist dort der Service nämlich “mangelhaft” - zumindest wenn es um Ratenkredite geht. Noch schlechter schnitt nur die Santander Consumer Bank ab. Dem potenziellen Kunden schwatzten die sieben getesten “Berater” von der “Beraterbank” nicht nur gerne eine überflüssige und teure Kreditversicherung auf, sondern fragten bei zwei der sieben Stichproben auch noch hinter seinem Rücken und illegal Schufa-Daten ab. Wie heißt es doch so schön in dem Spot: “Das ist nicht normal für eine Bank”…

Nach hinten

Dienstag, 12. Dezember 2006

Tja, liebe Tabak-Lobby, da ist euer Versuch, den Nichtraucherschutz zu torpedieren, kräftig nach hinten losgegangen. Bayern, Berlin und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, dass sie nach der peinlichen Pleite im Bundestag auf eigene Faust einen weit gehenden Nichtraucherschutz durchsetzen wollen. Und sogar der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (BHG) fordert nun ein generelles Rauchverbot für alle Gaststätten - es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Ab nach Guantanamo

Samstag, 2. Dezember 2006

Egal, ob Business-Kasper, Touri oder Schüleraustauscher: Wer in die USA reist, sollte sich schon mal mit dem Gedanken anfreunden, einen Weiterflug nach Guantanamo spendiert zu bekommen (auf Kuba ist das Wetter ja auch ganz schön). Wie die BooCompany unter Hinweis auf einen Tagesschau.de-Artikel berichtet, wird nämlich jeder in die United States of A Einreisende von einem Computerprogramm namens ATS (Automated Targeting System) auf seine Terrorgefährlichkeit hin geprüft. Das Programm errechnet aus einer Fülle von persönlichen Daten Ihren ganz persönlichen Terror-Index, der dann 40 Jahre lang gespeichert wird. Nun wissen wir IT-Menschen aus eigener leidvoller Erfahrung, dass Computerprogramme vor allem eines machen: Fehler! Wenn Sie also Baader, Mahler oder Möller heißen, einen Sitzplatz am Notausgang gebucht, schon mal in USA ein Knöllchen kassiert und die letzte CD der Terrorgruppe mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben, dann würde ich mich an Ihrer Stelle schon mal auf einen laaangen Urlaub einrichten …