Kollegenschelte im Springer-Verlag
Freitag, 11. Mai 2007Im Axel-Springer-Verlag herrscht bekanntlich Meinungsfreiheit - vulgo: man darf auf jeden eindreschen, der links, prominent oder sonstwie in der Schusslinie ist. Das Bild-Blog gibt täglich Auskunft über die Meinungspluralität einer Publikation aus diesem Hause, die nach Auffassung des Berliner Landgerichts “bewusst einen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung Anderer” zieht. Nun hat die Meinungsfreiheit natürlich auch im Hause Springer Grenzen. Ne, nicht was Sie jetzt denken Privatsphäre, Opferschutz oder so ein Krams. Nein: Kollegenschelte ist in diesem Hause aber auch so was von mega-out.
Das musste Alan Posener Kommentarchef der Welt am Sonntag am eigenen Leib erfahren. Er erlaubte sich, einen kritischen Blog-Beitrag zum Machwerk Buch “Der große Selbstbetrug” von Bild-Chef Kai Diekmann - und wurde prompt zurückgepfiffen. Der Beitrag verschwand von der Seite. Blöd nur, dass das Internet nichts vergisst. Und so kann man die Worte Poseners hier, hier oder hier nochmal nachlesen.
Übrigens: Im eigenen Hause funktioniert Meinungsfreiheit besser, wenn auch nicht reibungslos: Harry McCracken ist zurück.