Internet-Anhörung der EU zur Artenvielfalt
Die Europäische Kommission hat eine Internet-Anhörung für den Schutz der biologischen Vielfalt gestartet. Ziel ist es, den Verlust an Artenvielfalt in der Europäischen Union bis 2010 zu stoppen. Mitmachen können sowohl Vertreter von Organisationen als auch Privatpersonen. Weitere Infos gibt es hier. Zur Befragung geht es hier lang.
Die EU scheint die feste Absicht zu haben, sich überall breit zu machen und einzumischen. Nicht nur wird damit immer mehr administrativer Wasserkopf aufgebaut, der, wie wir wissen, alles andere als kosteneffizient ist.
Und EU-Bürger haben keine Möglichkeit, in irgendeiner sinnvollen und demokratischen auf diese einmal etablierten politischen Funktionen einzuwirken, oder sogar wieder abzusetzen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, das Geld wird investiert und niemand kann für ein nicht erreichtes (obwohl selbst festgelegtes) Ziel zur Verantwortung gezogen oder gar bestraft werden.
Den Verlust der Artenvielfalt bis 2010 in der EU stoppen (in nicht einmal 4 Jahren) und in der Welt reduzieren. Ein hehres Ziel, das unrealistischer nicht sein könnte, eine Arroganz sondergleichen sich überall enmischen zu wollen. Das Ziel ist nicht messbar, die Finanzierung (ausser der Ministerhonorare) liegt ausserhalb der Kontrolle der UE.
Nein zu diesem und ähnlichen Projekten, auch wenn das Ziel vielleicht die Mittel rechtfertigen würde. Die EU gewährt keine Garantie dafür, dass das Projekt überhaupt ein Ergebnis bringt.
Es ist ein wohlfeiler - in diesem Fall aber unberechtigter - Reflex, auf die EU und ihre Regelungswut zu schimpfen. Tatsächlich hat die EU im Bereich Umwelt- und Naturschutz eine Menge zum Besseren gewendet und viel erreicht. Die Bremser sitzen viel eher in den Landes- und Bundesregierungen, allen voran in Bayern. Wenn es nach Ex-Minister Wiesheu gegangen wäre, würde die Donau heute in einer Betonrinne fließen. Doch die Umsetzung seiner Wahnsinnspläne war - EU sei Dank - nicht so einfach möglich.