In der Steinzeit

12. Februar 2007

Es war einmal vor vielen tausend Jahren, da gab es in der BR Deutschland, die damals noch Steinzeitistan oder so ähnlich hieß, ein paar krass erfolgreiche Karrenbauer. Wir nennen sie mal Audisaurus Rex, Tyrannomercedes und Porschobranchos. Ihre Karren waren die besten und Diesen Beitrag weiterlesen »

Was dürfen Tierfotografen?

29. Januar 2007

In der aktuellen NaturFoto (02/07) ist ein Artikel über Schleiereulenfotografie. Darin berichtet die Autorin Erika Heintges, wie der Fotograf, Helmut Heintges, zu seinen spektakulären Aufnahmen kommt - unter anderem, indem er lebende Mäuse als Köder verwendet. Meines Erachtens handelt es sich dabei um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Darin heißt es:

Es ist verboten (…) ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung erfordern. (§3, Absatz 8 )

Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. (§4)

Auch die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) bezieht in ihrer Satzung (§3, Absatz 2) eindeutig Stellung:

Für die Mitglieder der GDT hat die Achtung vor dem Leben bei der fotografischen Arbeit Vorrang.

Ungeachtet gesetzlicher Vorschriften halte ich die unkommentierte Veröffentlichung solcher Artikel für bedenklich, da damit Leser zur Nachahmung angeregt werden. Mein Erachtens ist es indiskutabel, den Tod eines Tieres - egal, ob Maus, Frosch oder Käfer - bewusst herbeizuführen, nur um ein spektakuläres Foto zu erhalten.

DuSieDuSieDu

28. Januar 2007


In Schweden schätzt man das egalitäre “Du”, und weil Ikea aus Schweden kommt, duzt der Möbelkonzern auch seine deutschen Kunden. Am Online-Shop des Unternehmens scheinen allerdings ein paar Texter mitgearbeitet zu haben, denen das “Du” ein Gräuel war. Ach ja: mindestens eine Krankenschwester (”Wie gehts uns denn heute?”) war wohl auch beteiligt …

Die GebührenEinlochZentrale

23. Januar 2007

Was tun, wenn das nächste Mal der “GEZ-Mann” klingelt? Nun, Sie könnten Ihn bestechen, zum Beispiel mit einem guten Essen oder einer Nacht im Puff.

Werbung und Wirklichkeit

21. Januar 2007

Erinnert sich noch jemand an die AOK-Werbung, in der ein beflissener Krankenkassenmitarbeiter der Bittstellerin - äh, Kundin - den Auslandskrankenschein an den Flughafen nachträgt? Was haben wir gelacht (mit Ausnahme der AOK-Versicherten, natürlich). Ebenso irreal ist auch der aktuelle Edeka-Werbespot: Ich finde, wir sollten alle in den nächsten Edeka-Laden gehen und 268 Gramm Aufschnitt verlangen - aufs Gramm genau, bitte. Der genervte Edeka-Verkäufer kann sich ja vertrauensvoll an die Agentur Grabarz und Partner wenden, die den Schwachsinn verbrochen hat.
Den Preis für den irrealsten Spot bekommt aber die Agentur Ogilvie & Mather für die “Beraterbank”-Werbung der Dresdner Bank. Wie gerade die Stiftung Warentest festgestellt hat, ist dort der Service nämlich “mangelhaft” - zumindest wenn es um Ratenkredite geht. Noch schlechter schnitt nur die Santander Consumer Bank ab. Dem potenziellen Kunden schwatzten die sieben getesten “Berater” von der “Beraterbank” nicht nur gerne eine überflüssige und teure Kreditversicherung auf, sondern fragten bei zwei der sieben Stichproben auch noch hinter seinem Rücken und illegal Schufa-Daten ab. Wie heißt es doch so schön in dem Spot: “Das ist nicht normal für eine Bank”…

Nach hinten

12. Dezember 2006

Tja, liebe Tabak-Lobby, da ist euer Versuch, den Nichtraucherschutz zu torpedieren, kräftig nach hinten losgegangen. Bayern, Berlin und Baden-Württemberg haben bereits angekündigt, dass sie nach der peinlichen Pleite im Bundestag auf eigene Faust einen weit gehenden Nichtraucherschutz durchsetzen wollen. Und sogar der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (BHG) fordert nun ein generelles Rauchverbot für alle Gaststätten - es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Ab nach Guantanamo

2. Dezember 2006

Egal, ob Business-Kasper, Touri oder Schüleraustauscher: Wer in die USA reist, sollte sich schon mal mit dem Gedanken anfreunden, einen Weiterflug nach Guantanamo spendiert zu bekommen (auf Kuba ist das Wetter ja auch ganz schön). Wie die BooCompany unter Hinweis auf einen Tagesschau.de-Artikel berichtet, wird nämlich jeder in die United States of A Einreisende von einem Computerprogramm namens ATS (Automated Targeting System) auf seine Terrorgefährlichkeit hin geprüft. Das Programm errechnet aus einer Fülle von persönlichen Daten Ihren ganz persönlichen Terror-Index, der dann 40 Jahre lang gespeichert wird. Nun wissen wir IT-Menschen aus eigener leidvoller Erfahrung, dass Computerprogramme vor allem eines machen: Fehler! Wenn Sie also Baader, Mahler oder Möller heißen, einen Sitzplatz am Notausgang gebucht, schon mal in USA ein Knöllchen kassiert und die letzte CD der Terrorgruppe mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben, dann würde ich mich an Ihrer Stelle schon mal auf einen laaangen Urlaub einrichten …

Ein Volk von Managern

15. Oktober 2006

Aktuelle Brigitte Bild: Brigitte

Ich bin ja ein begeisterter Frauenzeitschriften-Leser. Ich finde es faszinierend, wie man mit immer denselben fünf Themen alle zwei Wochen ein Heft füllen kann. Ein bisschen erinnert mich das an meine eigene Arbeit, auch wenn wir die Kunst, Anzeige und Redaktion nahtlos ineinander übergehen zu lassen, noch längst nicht so perfekt beherrschen.
Ein wichtiger Bestandteil jeder Frauenzeitschrift ist eine “Testimonial”-Strecke, in der Diesen Beitrag weiterlesen »

Kissingers Pudel

3. Oktober 2006

State of DenialBild: Amazon.de
Gestern erschien Bob Woodwards neuestes Buch “State of Denial - Bush at War Part III”. Der Mann, der mit seinen Enthüllungen den Watergate-Skandal ins Rollen gebracht, und Richard Nixon den Kopf gekostet hat, berichtet darin aus der Zentrale des Bösen - äh, dem Weißen Haus. Laut Woodward geht es in der Bush-Regierung so zu, wie in einer durchschnittlichen amerikanischen High-School: ein Hauen und Stechen jeder gegen jeden, garniert mit dreisten Lügen über den “Erfolg ” des Irak-Krieges. Drahtzieher hinter all dem ist laut Woodward Henry Kissinger. Ja genau, der Mann, der das Vietnam-Desaster zu verantworten hat, darf auch im Irak für größtmögliche Kollateralschäden sorgen. “Die einzig sinnvolle Rückzugsstrategie ist der Sieg”, so sein Credo. Dazu fällt einem nichts mehr ein außer: Buch kaufen!

Die Wüste in Rosenheim

1. Oktober 2006

Wuestenausstellung Rosenheim Nun haben wir es doch noch geschafft, die Wüstenausstellung im Lokschuppen Rosenheim zu besuchen. Die Schau ist ganz informativ, aber ich war doch ein wenig enttäuscht. Das Ganze ist sehr traditionell museal aufgebaut - viele Schaukästen, viele Tafeln, viel zu lesen, wenig Interaktion und direktes Erleben. Dabei bietet das Thema so viele Möglichkeiten: Ein Windkanal, in dem man einen kleinen Sandsturm selbst erleben kann, eine Klimakammer, die die enormen Temperaturschwankungen erlebbar macht, eine simulierte Fahrt im Jeep über eine Sanddüne oder ein paar lebende Wüstentiere (z.B.Wanderheuschrechen oder Walzenspinnen), die man sogar anfassen darf, sind nur ein paar Ideen, die mir zu diesem Thema spontan einfallen.
Wer sich selbst ein Bild machen will, muss sich beeilen: Die Show läuft nur noch bis kommenden Sonntag, 08. Oktober.