Überschätzte Literaten
Das Magazin der Süddeutschen Zeitung lässt Luft ab - und zwar aus den aufgeblasensten Hochstaplern des deutschen Kulturbetriebs. Unter den Angepieksten sind so penetrante Figuren wie Frank Schirrmacher ( FAZ mit Methusalem-Paranoia) und Elfi Jelinek (Verfasserin selten öder Romane).
Ich finde, dass auch die Götter des deutschen Dichterolymps auf den Hochstapler-Prüfstand gehören. Zu den meiner Meinung nach völlig überschätzten Geistesgrößen gehören zum Beispiel:
Thomas Mann: ok, ok, er hat so wunderbare Bücher wie den “Zauberberg” geschrieben. Aber eben auch so unerträgliche Bildungsbürgerromane wie “Doktor Faustus” oder schwülstig-homoerotisch-pädophile Traktate wie “Tod in Venedig” verbrochen. Außerdem war er ein selbstverliebter Haustyrann (”habe heute Stuhlgang gehabt”), der seinen Sohn Klaus in den Selbstmord trieb.
Goethe: Der alte Herr ist ja immer für ein Zitat gut - aber mal ehrlich: Wer hat etwas anderes vom Altmeister gelesen als Faust I? Schon Faust II ist eine Zumutung und an Büchern wie “Die Leiden des jungen Werther” oder dem “West-östlichen Diwan” bin ich schon mehrmals gescheitert - sprich: nach wenigen Seiten eingeschlafen.